Gedichte zum Muttertag (1)

 

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Ein Engel namens Mama

Es war einmal ein Kind,
das bereit war geboren zu werden.

Das Kind fragte Gott:
Sie sagen mir, dass Du mich morgen
auf die Erde schicken wirst,
aber wie soll ich dort leben,
wo ich doch so klein und hilflos bin?

Gott antwortete:
Von all den vielen Engeln, suche ich einen für Dich
aus.
Dein Engel wird auf Dich warten und auf Dich aufpassen.
Das Kind erkundigte sich weiter:
Aber sag, hier im Himmel brauche ich nichts zu tun,
außer singen und lachen, um fröhlich zu sein.

Gott sagte:
Dein Engel wird für Dich singen
und auch für Dich lachen, jeden Tag.
Und Du wirst die Liebe Deines Engels fühlen
und sehr glücklich sein.
Wieder fragte das Kind:
Und wie werde ich in der Lage sein
die Leute zu verstehen, wenn sie zu mir sprechen
und ich die Sprache nicht kenne?

Gott sagte:
Dein Engel wird Dir die schönsten
und süßesten Worte sagen,
die Du jemals hören wirst,
und mit viel Ruhe und Geduld wird
Dein Engel Dich lehren zu sprechen.
Und was werde ich tun,
wenn ich mit Dir reden möchte?

Gott sagte:
Dein Engel wird Deine Hände aneinanderlegen
und Dich lehren zu beten.
Ich habe gehört,
dass es auf der Erde böse Menschen gibt.
Wer wird mich beschützen?

Gott sagte:
Dein Engel wird Dich verteidigen,

auch wenn er dabei sein Leben riskiert.
Aber ich werde immer traurig sein,
weil ich Dich niemals wiedersehe.

Gott sagte:
Dein Engel wird mit Dir über mich sprechen
und Dir den Weg zeigen, auf dem Du
immer wieder zu mir zurückkommen kannst.
Dadurch werde ich immer in Deiner Nähe sein.
In diesem Moment herrschte viel Frieden im Himmel,
aber man konnte schon Stimmen von der Erde hören
und das Kind fragte schnell:

Gott, bevor ich Dich jetzt verlasse,
bitte sage mir den Namen meines Engel.

Ihr Name ist nicht wichtig.
Du wirst Sie einfach Mama nennen.

(unbekannter Autor)



 


Mutterns Hände

Hast uns Stulln jeschnitten
un Kaffe jekocht
un de Töppe rübajeschohm -
un jewischt un jenäht
un jemacht un jedreht...
alles mit deine Hände.

Hast de Milch zujedeckt,
uns bonbongs zujesteckt
un Zeitungen ausjetragen -
hast die Hemden jezählt
und Kartoffeln jeschält...
alles mit deine Hände.

Hast uns manches Mal
bei jroßem Schkandal
auch'n Katzenkopp jejeben.
Hast uns hochjebracht.
Wir wahn Sticker acht,
sechse sind noch am Leben...
Alles mit deine Hände.

Heiß warn se un kalt.
Nu sind se alt.
Nu bist du bald am Ende.
Da stehn wir nu hier,
und denn komm wir bei dir
und streicheln deine Hände.

Kurt Tucholsky (1890-1935)


Ich wäre nie gewaschen
Und meistens nicht gekämmt,
Die Strümpfe hätten Löcher
Und schmutzig wär mein Hemd.
Ich hätte schwarze Füße,
Die Zähne schwarz wie Ruß
Und bis zu beiden Ohren
Den Mund voll Pflaumenmus.
Ich könnte auch nicht schlafen,
Wenn du nicht manchmal kämst
Und mich dann, wenn ich träume,
In deine Arme nähmst.
Oh Mütterlein,
In Ehren will ich dich halten fein,
Auf ewig sollst du wohnen
In meinem Herzelein.

Guildo Horn

Weil heut der Tag der Mutter ist,
bring ich dir einen Strauß.
Komm, suche dir doch noch etwas
von meinem Spielzeug aus.
Ich schenke dir, was dir gefällt,
ist es mir noch so wert:
den Fußball und das Bilderbuch
und selbst mein Schaukelpferd.
Und wenn ich groß gewachsen bin
und Geld verdienen kann,
so kauf ich dir, mein Mütterlein,
das Allerbeste dann.
Ich kaufe dir dann Zuckerzeug
und Brezeln und Konfekt
und freue mich, mein Mütterlein,
wenn es dir herzlich schmeckt.

(unbekannter Autor)